Knapp dem Rollstuhl entgangen

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Ich bin 35 Jahre alt oder jung, jedenfalls für mein Empfinden zu jung um dauerhaft auf den Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen zu sein. 

Mein Leidensweg ist bereits einige Monate andauernd und hielt einige Rückschläge für mich bereit,  dennoch will ich nicht aufhören zu kämpfen. 

Angefangen hat es Ende April dieses Jahres. Ich kam von einem langen, wunderschönen Waldspaziergang zurück und wollte mich in der Küche zum Backofen beugen, als ich ein lautes Krachen vernahm und erst schreckliche Rückenschmerzen bekam.
Ein Hexenschuss, dachte ich. Ein, zwei Tage später, dachte ich es wäre der Ischias eingeklemmt. Nach einer Woche unsäglicher Schmerzen, die über das gesamte rechte Bein ausstrahlten, bis hinab in den Knöchel und Gehen und Stehen praktisch unmöglich machten, wurde ich ins Krankenhaus zum MRT geschickt. 

Ich war ziemlich schockiert, als mir gesagt wurde, dass ich zwei Bandscheibenvorfälle auf Höhe L4/L5 und L5/S1, also im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule hatte, allerdings rechnete ich nach dem Gespräch mit meinem Orthopäden damit, dass es mir schnell besser gehen würde. 
Dann folgten 8 Wochen unerträglicher Schmerzen, in denen ich kaum 200 Meter am Stück gehen konnte und absolut nicht mehr stehen konnte, ohne irgendeine Linderung durch Schmerzmittel, da die verabreichten keine Auswirkung auf das Schmerzlevel hatten. Durch Zufall kam ich auf eine nahegelegene Schmerzklinik, in der ich das erste Mal in den Rollstuhl verfrachtet wurde und mich innerhalb von 10 Tagen wieder auf die Füße kämpfte, so dass ich mit Krücken wenigstens 600 Meter am Stück gehen konnte. Stehen ging immer noch nicht. 

Im Anschluss, mittlerweile war es August, sollte ich in der gleichen Klinik eine ambulante Reha durchlaufen. Ich freute mich darauf, hatte ich doch die Hoffnung dadurch endlich wieder lebensfähig und schmerzfrei zu werden.
Am dritten Tag der Reha stand ich morgens auf um mich für die Reha-Anwendung fertig zu machen und brach augenblicklich vor Schmerz zusammen. Die unerträglichsten Schmerzen schossen brennend durch mein rechtes Bein, von der Hüfte bis zum Knöchel und ich konnte weder gehen, noch sitzen und auch im Liegen wimmerte ich nur noch vor Schmerz. 
Ich brauchte den Notarzt und wurde ins Krankenhaus gebracht. 
Dort bemerkte ich nach der ersten Linderung des Schmerzes, dass die Oberseite meines rechten Fußes nun taub war und ich die Zehen nicht mehr anheben konnte. Dieselbe Bandscheibe L4/L5 war nochmal nachgerutscht und sorgte nun für diesen Ausfall, weshalb jetzt eine Operation empfohlen wurde.

Am 31.08. wurde ich also operiert, die OP verlief gut, ich hatte keine Probleme mit der Narkose und nach dem Aufwachen hatte ich bis auf den Wundschmerz keine Schmerzen mehr. Endlich! 

Leider nicht endlich. Nach vier Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und konnte wieder schmerzfrei gehen und sogar stehen. Ich war überglücklich!
Nach 5 Tagen zu Hause, in denen ich mich noch sehr geschont hatte und nur anfing langsam weitere Strecken zurückzulegen, ging ich am Samstag zum Einkaufen, wo ich aber auch nichts schweres getragen habe und sehr auf meine Haltung achtete. 
Schon während des Einkaufs merkte ich wie ein starker Schmerz in Höhe des Steißbeins auftrat, dachte aber noch, das könnte ein Muskelkater sein, immerhin hatte ich mich seit gut drei Monaten nicht mehr richtig bewegt.
Am Sonntag merkte ich dann, dass plötzlich mein ganzer rechter Fuß taub wurde und der Schmerz den ich tags zuvor bemerkt hatte zwischenzeitlich bis in die Hüfte ausstrahlte. 

Da ich am nächsten Tag einen Termin mit meinem operierenden Arzt hatte, wollte ich diesen abwarten.  Ich erschien schließlich mit Krücken, Schmerzen über das gesamte Bein, einschließlich Gesäß und gleichzeitig weiter fortschreitender Taubheit von Fuß, Bein und Gesäß. Daher erfolgte am nächsten Tag ein erneutes Not-MRT.

Ich hatte schon wieder ein Rezidiv, also ein erneuter Vorfall der gerade operierten Bandscheibe. Diesmal war diese so weit ausgetreten, dass das Nervenbündel im Wirbelkanal ca. 2cm weit fast komplett abgedrückt wurde. Somit wurde eine erneute OP eiligst angesetzt und ich wurde am 12.09. an derselben Stelle wieder aufgeschnitten. 

Leider lief die neuerliche Operation nicht so glatt wie zuvor und gewünscht. Ich hatte Probleme aufzuwachen und es war unklar, ob ich querschnittsgelähmt sein würde. 
Zuerst konnte ich auch kaum etwas bewegen, aber immerhin, ein leichtes Zucken der Zehen war Anlass zur Hoffnung. 

Ich habe mich nicht unterkriegen lassen und obwohl ich weiter zu kämpfen hatte, auch mit weiteren Unglücken und Widrigkeiten im Krankenhaus,  habe ich es mittlerweile erneut aus dem Rollstuhl geschafft, bin aber immer noch auf Gehhilfen angewiesen, da die Nerven stark geschädigt waren und mein rechtes Bein und der Fuß, sowie ein Teil des linken Fußes weiterhin taub sind. Rechts ist es mir daher kaum möglich den Fuß oder die Zehen zu heben und zu senken. Ich kann nicht auf den Zehen stehen, oder auch nur auf dem rechten Bein allein. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Nerven ganz oder teilweise erholen und ich zudem durch Training der Muskulatur die Ausfälle zumindest teilweise kompensieren kann.

Es liegt also noch ein Weg an Therapien und Kampf vor mir, den ich aber mit großer Hoffnung angehe. Da ich allerdings seit Mai 2018 krankgeschrieben bin und auch immer noch nicht wieder arbeiten kann, sind meine Ersparnisse aufgebraucht.
Es gibt ergänzende Therapiemöglichkeiten um die geschädigten Nervenbahnen zu regenerieren und um meine durch die Taubheit und den Kraftverlust gestörte Motorik zu schulen, welche aber durch die Krankenkasse nicht gezahlt werden, wie z.B. Osteopathie, Strom, erweiterte Krankengymnastik.

Für diese Möglichkeiten und um möglichst wieder vollständig auf die Füße zu kommen und vielleicht irgendwann sogar wieder tanzen zu können, bitte ich um Ihre/Deine Spende.

Mit herzlichem Dank!

Marina
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