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Hilf uns, den Hof zu retten

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Am 4. Juli ist unser Familienhof abgebrannt! Der Hof, auf dem meine Geschwister und ich unsere gesamte Kindheit verbracht haben. Der Hof, der seit mehr als 40 Jahren der Traum und die Vision meiner Eltern ist, in die sie zuerst gemeinsam, und seit der Trennung vermehrt mein Vater sein Herzblut und Schweiß gesteckt haben. 

Auf dem Hof gibt es Ziegen und Schweine, Hühner und Pferde, und es gab auch Schafe, die allerdings heute bei dem Feuer ums Leben kamen. Auf dem Hof wird Bio-Ziegenkäse hergestellt und verkauft, der Hof ist ein Schulbauernhof, das heißt, es finden Seminare zu Nachhaltigkeit statt sowie Führungen für Schulklassen, Kindergärten und auch Firmen. 

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Scheune und Ställe, sowie ein Teil des Wohnhauses abgebrannt, der Rest ist durch das Löschwasser schwer beschädigt. 

Möglicherweise hatte beim Heu in die Scheune blasen ein Stein Funken geschlagen, die mehr als 500 dort lagernden Heuballen sowie das über 300 Jahre alte Gebäude brannten sofort lichterloh. 

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Die Schafe, die mein Vater noch heute morgen in den Stall brachte, weil sie morgen auf eine frische Wiese kommen sollten, konnten leider nicht gerettet werden, der Stall stand bereits in Flammen. 

Gott sei Dank konnte mit Hilfe von mehr als 100 Feuerwehrleuten das Wohnhaus und die Schweine gerettet werden. 

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Und Gott sei Dank rannte mein Vater, entgegen aller Warnungen, nochmal ins Haus, um seinen Hund dort heraus zu holen! 

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Nun stehen wir vor einem Trümmerhaufen. Die Schadenshöhe wird mittlerweile auf über 1.000.000€ geschätzt.

Der Hof ist versichert, doch die Verhandlungen hier ziehen sich bereits in die Länge, und wer so etwas mal miterlebt hat weiß: die Versicherung wird hier versuchen zu drücken, wo möglich. Damit wir diese Zeit der Verhandlungen überstehen können, um Differenzen zu überbrücken und uns in der Zwischenzeit um unsere Tiere, den laufenden Betrieb und die Aufräumarbeiten kümmern zu können, steht fest: 

Jede Geldspende ist willkommen! Jeder Euro zählt und ist wichtig für Mensch und Tier!

Wofür wir das Geld verwenden: 
- Futter für die Tiere, da alle Vorräte verbrannt sind
- Paddocks / temporäre Ställe und Zäune
- Aufräumarbeiten
-  Wiederaufbau

Danke an alle Feuerwehren im gesamten Umkreis, die ihr gerettet habt, was zu retten war. Danke für euren unermüdlichen Einsatz. Danke an alle Nachbarn, die geholfen haben, wo es ging. Danke an alle Freunde, alle helfenden Hände, alle guten Gedanken. Danke für eure Gebete. 

Bitte teilt diesen Aufruf in euren Netzwerken.

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Der Hof vorher: 

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Der Hof nach dem Brand: 

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Ihr seid der Wahnsinn!! Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die uns zuteil wird: das Spendenkonto wächst und täglich kommen Helfer zum Aufräumen zu uns und bringen uns Kuchen oder Essen vorbei. Weiterhin erreichen uns Anrufe und Besuche von Menschen, die erst jetzt von dem Brand erfahren haben, und die uns kennen oder Besucher bei einer unserer vielen Veranstaltungen waren. Erst heute hielt ein Auto auf der Straße vor dem Hof, Besucher aus Wächtersbach brachten uns persönlich einen Briefumschlag mit Spenden vorbei.. Es ist unglaublich und wir danken euch allen von Herzen!

Mittlerweile ist mehr als eine Woche seit dem Brand vergangen, der erste Schock ist überstanden, viele Tränen wurden geweint und wir erschrecken nicht jedesmal mehr beim Anblick dessen, was mal der Hof war.

Wir sind dabei, aus den Trümmern zu bergen, was für den Wiederaufbau nötig ist (die alten Ziegelsteine, um die original Fassade zu erhalten), unsere Tiere zu versorgen und uns mit den ganzen Versicherungsthemen auseinanderzusetzen:

Es kam ein Bearbeiter aus der Zentrale zusammen mit Sachverständigen, und dessen Ziel scheint nicht zu sein, die tatsächliche Schadenshöhe festzustellen, sondern, diese niedrig zu halten. Des Weiteren ist ihm nicbt daran gelegen, uns zu unterstützen, so warteten wir beispielsweise über eine Woche darauf, dass er uns grünes Licht für die Aufräumarbeiten gab während die Trümmer im Hof vor sich hin stinken..

Um in dieser Sache nicht alleine dazustehen haben wir externe Schadensregulierer eingeschaltet, die uns bei dem ganzen Vertrags- und Regulierungskram unterstützen, was eine immense Erleichterung ist.

Leider muss das kleine Wohnhaus abgerissen werden, da die Brandschäden so groß sind, dass ein Neubau (im alten Stil mit Sichtfachwerk) preiswerter ist als eine Reparatur. So wird, wenn die Trümmer endlich weggeräumt sind, bald nur noch das Wohnhaus stehen. Bei diesem ist das Dach nun abgedichtet, und im Wirtschaftsraum und Schweinestall gibt es wieder Strom. Die Wasserleitung wird diese Woche repariert werden.

Helmut hat die letzten Wiesen für Heu gemäht (das Mähwerk stand glücklicherweise zum Zeitpunkt des Feuers auf einer Wiese), und ein Bauer aus Lütter presst uns Ballen und lagert sie für uns, bis wir sie im Winter brauchen. Wir haben inzwischen zahlreiche Angebote für Heu, Stroh und Tierfutter bekommen, worüber wir uns sehr freuen - leider haben wir noch keine Lagermöglichkeit und können diese Geschenke nur annehmen, wenn sie bei den Gebern lagern, bis wir sie brauchen.

Von einem Teil des Spendengeldes haben wir Horden gekauft - transportable Metallgitter, die uns für die Ziegen als provisorische Stallungen im Herbst dienen sollen. Bis dahin werden sie auch ein provisorisches Dach über dem Kopf haben..

Außerdem sind wir dabei, mit den Reinigungsarbeiten für die Wohnräume zu beginnen - die im obersten Stockwerk sind komplett verußt und kontaminiert und müssen professionell gereinigt werden, ehe sie entkernt und neu ausgebaut werden können.

Ihr Lieben, es gibt einfach viel zu tun hier, ich möchte euch gar nicht mit zu vielen Details erschlagen, wollte euch aber zumindest einen Einblick geben was hier los ist. Wir versuchen, nicht an alles auf einmal denken, sondern nur immer an die nächsten Schritte.

Zu wissen, dass wir bei all dem finanzielle Unterstützung durch euch haben ist eine Erleichterung, die sich kaum in Worte fassen lässt. Das verschafft uns einen längeren Atem in den Verhandlungen mit der Versicherung.

Nachdem nun unsere Schadensregulierer damit beauftragt sind, unsere Interessen zu vertreten, können wir uns verstärkt dem Aufbau des Hofes widmen. Auch da haben wir bereits Unterstützung, und die Dachdecker und Architekten stehen in den Startlöchern.

Hier ist abschließend ein Artikel, den die Fuldaer Zeitung schrieb: https://www.fuldaerzeitung.de/regional/fulda/stadtregion/eichenzell/nach-groem-brand-am-biolandhof-ronshausen-familie-blickt-nach-vorn-mit-fotogalerie-LG7998195

Da die Frage kam: diese Plattform wird mir, Lilli Neumeister, verwaltet. Ich bin die Tochter von Helmut Schönberger und Marion Neumeister und bin derzeit auf dem Hof, normalerweise aber in Berlin. Wer Fragen hat, möge sich gerne mit mir in Verbindung setzen.

Zu der Frage, wofür genau wir die Spendengelder verwenden: vieles ist derzeit noch nicht absehbar, ob es bspw. von der Versicherung wieder erstattet wird oder nicht. Wir führen genau Buch - wer meinen Vater kennt, den überrascht das nicht ;) und werden alles transparent machen. Derzeit stellt es für uns die Möglichkeit dar, hier weiterzumachen, Futter oder Werkzeug zu kaufen oder Reinigungsarbeiten in Auftrag zu geben.

Danke danke danke dafür. #sharingiscaring
Im Hof.
Sammeln der Ziegelsteine.
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English translation below
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Hallo ihr Lieben!

Heute sollte eigentlich ein ausführliches Update kommen, aber wir sitzen seit 5 Stunden in Gesprächen rund um das Thema Versicherung und ich werde morgen ein richtiges Update posten.

Ich selbst bin seit gestern auf dem Hof, und hier findet ihr ein Video, in welchem ich über den Hof gehe bzw. das, was davon übrig ist: https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10215587050456671&id=1452751588

Mehr Infos kommen morgen.

Alles Liebe
Lilli
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ENGLISH:

Dear friends,

I had meant to send an update today but we have been talking about insurance issues for more than 5 hours by now and I will post a proper update tomorrow.

I have arrived here yesterday and filmed a live video of the farm and what remains of it on facebook (link above).

There will be a proper update tomorrow.

Much love
Lilli
Glückliche Schweine.
Der Hof heute.
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Wow! Wir haben gerade die 7.000€ Marke überschritten.

Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Wir führen Gespräche mit Versicherungen und Gutachtern.Lokale Tierhandlungen spenden Zubehör für die Tiere. Es wird Kleidung gesammelt für unsere Mitbewohnerin Christa. Und Richi's Pizzeria lieferte zwei riesige Familienpizzen zur Stärkung...

Die Hilfe und Unterstützung ist phänomenal und dringend notwendig. In dem Beitrag hier könnt ihr meine Eltern sehen, wie unfassbar stark sie sind, und zwischen den Zeilen, wie schwer das alles für sie ist:
https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/maintower/sendungen/scheunenbrand-in-eichenzell,video-66150.html

Danke und alles Liebe!
Lilli
Meine persönliche Nachricht an euch.
Abdecken des Wohnhauses.
Pizza Pause - danke Richi's Pizzeria.
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Wow!! Wir sind völlig überwältigt von der Masse an Nachrichten, Unterstützung und Spenden und es ist mit Worten nicht zu beschreiben, was uns das bedeutet und wieviel Kraft es uns gibt.

Heute morgen wurden letzte Brandnester gelöscht, und eine erste Bestandsaufnahme des Wohnhauses war möglich. Die Polizei schätzt den Schaden vorläufig auf etwa 500.000€.

Im Wohnhaus wurde der Seminarraum, an dem mein Vater die letzten Jahre gebaut hat, und in welchem Workshops und Sitzungen gehalten wurden, vollständig zerstört. Die anderen Räume haben Wasser- und teilweise Brandschäden mitgenommen.

Das zweite Wohnhaus, das "Häuschen" ist zur Hälfte abgebrannt und unbewohnbar.

Die Tiere stehen auf den Weiden, was zum Glück bei diesem Wetter ohne Weiteres möglich ist. Vermutlich werden die Milchziegen trockengestellt, heißt: sie werden nicht weiter gemolken, da der Ziegenstall sowie alle Melkvorrichtungen verbrannt sind.

Die Schweine wurden aus ihrem brennenden Stall gerettet, wohnen zur Zeit im Garten und graben ihn vollständig um, was in Anbetracht des Ganzen wirklich nicht schlimm sondern eher irgendwie niedlich ist. Wir sind einfach so froh, dass sie überlebt haben!

Wir haben viele tolle Menschen vor Ort, die beim Aufräumen helfen, und danken euch für weitere Nachfragen. Aktuell haben wir genügend Helfer vor Ort und müssen erst mal schauen, was jetzt getan werden muss und kann..
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