Hallo liebe Leser
Diesen Schritt zu wagen ist nicht einfach, aber vielleicht unsere letzte Hoffnung. Aber um uns zu verstehen müsst ihr unsere Geschichte kennen.
Mein Mann Domi und ich (Franzi) sind seit 2008 ein Paar, schon früh stand für uns der Traum einer eigenen Familie fest. Als wir fanden der Zeitpunkt ist nun Ideal, fingen wir an mit der Planung. Wir versuchten 1 -2 Jahre auf natürlichen Wege schwanger zu werden, auch mit Hilfsmittel (Temperatur messen, Ovulationstest etc.) leider vergebens. Ab da begann unser Emotionaler Kampf. Wir wagten den Schritt und gingen, nach dem Gespräch mit meiner Frauenärztin, zu einer Kinderwunschklinik. Dort wurden Tests gemacht. Wo sich leider herausstellte das mein Mann nicht Zeugungsfähig ist , durch eine OP die er als Kind bekam. Eine Welt brach für uns zusammen. Eine Option war eine Operation, sogenannte These, bei meinem Mann. Diese ließen wir für 1000€ durchführen, wo die Krankenkasse sich nicht dran beteiligt. Gegen jeder Erwartung konnte man tatsächlich Proben entnehmen. Wir hatten wieder Hoffnung. Nun ging's zum nächsten Schritt. Die künstliche Befruchtung. Emotional eine Achterbahnfahrt. Man durchsuchte 11 Proben meines Mannes für mehrere Stunden um 1 brauchbares Spermium zu finden. Ich musste mit Medikamenten so gesagt meine Eizellen produzieren, die dann in einer kleinen OP entnommen wurden. Nun wurde am Transfertag eine befruchtete Eizelle eingesetzt.
Dieser gesamte Ablauf kostete uns 5000€ aus eigener Tasche. Aber für den Traum vom Kind war es das Wert. Leider wurde unsere Hoffnung mit einem einzigen Anruf erloschen, denn der Versuch klappte nicht. Wir musste uns erstmal emotionale ärztliche Hilfe suchen um damit umgehen zu können. Wir versuchten für einen neuen Versuch zu sparen. Wie es jeder kennt kam immer was dazwischen (Tumor OP unserer Fellnase)
Wir starteten ebenso einen Versuch für Adoption und auch für ein Pflegekind doch auch das wurde von Seite des Jugendamtes beendet. Jedes Jahr zahlen wir 2 Rechnung über mehrere 100€ für die Aufbewahrung unserer eingefroren Eizellen und entnommen Proben. Jetzt sind wir wieder am Anfang, erschöpft vom emotionalen Kampf. Wieder zur Kinderwunschklinik. Dort wurde uns gestern (24.2.25) im Gespräch gesagt, unser Fall wäre sehr speziell. Mein Mann habe nur noch 5 Proben eingefroren und ob man dort überhaupt noch ein brauchbares Spermium finden kann, ist eine geringe Chance (da bei 11 Proben nur 1 gefunden wurde), doch sollte dies so sein und man kann einer meiner Eizellen befruchten lassen, müssen wir mit 3000€ rechnen, auch da übernimmt die Krankenkasse kein Cent (weil es eingefroren ist). 3000€ für sehr viele vielleichts aber dennoch etwas Hoffnung. Jeder Schritt in dem Verlauf ist ein Glücksspiel. Findet man in den 5 Proben ein Spermium? Können meine Eizellen nach dem auftauen noch gebraucht werden? Klappt die Befruchtung der Eizelle? Entwickelt sich die befruchtete Eizelle wie gewünscht oder geht sie kaputt? Nimmt mein Körper die befruchtete Eizelle an oder geht sie ab? Diese ganzen vielleichts müssen wir durchstehen, wir sitzen buchstäblich Zuhause und hoffen das dass Telefon nicht klingelt (das wäre der Anruf der uns sagt der Versuch ist abgebrochen). Danach gäbe es nur noch die Option, eine Schwangerschaft durch fremd Spermien. Die Kosten belaufen sich erneut auf 1500-2000€. Das wären Kosten für den Versuch, den Notar und der "Einkauf" der Spermien. Die Kosten sind mittlerweile kaum für uns tragbar. Doch bedeutet das wirklich das wir aus diesem Grund kein Kind verdient haben? Wir sind jeden Weg gegangen, den wir gehen konnten. Jede Möglichkeit haben wir genutzt. Wir sind daran zerbrochen aber auch wieder aufgestanden, um weiter zumachen. Wir wünschen uns nichts mehr als eine Familie zu gründen, etwas was für die meisten so einfach ist oder selbstverständlich, ist für uns ein Kampf. Wenn sie helfen können uns ein Schritt näher zu bringen, würden wir uns natürlich sehr freuen. Wenn nicht hoffe ich, ich konnte das Thema wenigstens ein wenig näher bringen.
Wieso ich unsere private sensible Geschichte hier teile? Weil es leider ein Thema ist was zu oft totgeschwiegen wird und viele gar nicht kennen oder verstehen. Also Teile ich unsere Geschichte mit ihnen, da es nichts ist wofür man sich schämen sollte oder verschweigen sollte.
Danke für ihre Zeit, unsere Geschichte gelesen zu haben.
Uns steht keine Unterstützung der Krankenkasse oder vom Bundesland zu, weil dies ein Kryoversuch ist. Dies ist eine E-mail vom Bundesland.
Ein Paar Rechnungen als Nachweis..... Damit man sieht es ist echt. Habe natürlich noch mehr Rechnungen.



