Nach Uni-Besetzung: Uni Hamburg fordert 16.865 €

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Nach Uni-Besetzung: Uni Hamburg fordert 16.865 €

Im Sommer ’22 haben wir mit der Letzten Generation das Audimax der Uni Hamburg besetzt, um von der Uni Verantwortungsübernahme in der Klimakatastrophe zu fordern. Zuvor hatten wir sie in einem offenen Brief gebeten, gegenüber der Regierung eine Fürsprecherin für den dringend notwendigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu werden. Eine Antwort auf diesen Brief blieb jedoch aus.

Erst als Reaktion auf die Besetzung äußerte sich Uni-Präsident Prof. Heekeren. Er sagte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, es sei „nicht Aufgabe einer Hochschule, die unabhängig agiert, bundespolitische Forderungen zu stellen oder sich diesen anzuschließen“.

Wir fanden, dass angesichts der unwiederbringlichen Zerstörung unserer Lebensgrundlagen kein Mensch unabhängig bleiben könne, schon gar keine Exzellenz-Universität für Nachhaltigkeit.

Zwei Wochen zuvor hatte die Universitätsleitung in Leipzig eine Erklärung über die Dringlichkeit des Klimanotstands ausgesprochen. So konnte die dortige Uni-Besetzung erfolgreich beendet werden. Mit Prof. Heekeren im persönlichen Gespräch zeigte sich jedoch, dass er öffentlich keine Verantwortung übernehmen würde, die Verantwortung der Uni abgegolten sah durch Dinge wie eine vegetarische Mensa auf dem Campus.

Wir entschieden uns für zivilen Ungehorsam und färbten das Audimax in Warnfarben. Die Aussage des Uni-Präsidenten machten wir mit einem großen Banner auf dem Campus sichtbar. Außerdem schrieben wir Warnbotschaften mit wieder-entfernbarem Kreidespray.

Die Unileitung entschied sich, die Polizei zu rufen, um die Uni-Besetzung mit Gewalt zu beenden. Die Polizei schleifte uns am 02. Juni 2022, zum Teil unter Verdrehung unserer Gelenke, mit sogenannten Schmerzgriffen, vom Campus. Weitere Infos zur gesamten Besetzung sowie zur Einordnung der Ereignisse gibt es in diesem offenen Brief des AStA: http://letztegeneration.org/briefunihamburg

Wir sind in den letzten Jahren für diesen Protest mit 12 Personen gemeinschaftlich strafrechtlich verurteilt worden. Jetzt fordert die Uni die Reinigungskosten für das Audimax. Hier kamen zusammen: Für die Entfernung des Kreidesprays 2.368,10€ und für die Reinigung der Glasfassade 14.497,77€, insgesamt also 16.865,87€.

Viele von uns haben durch weitere Proteste, wie z.B. an Flughäfen oder Privatyachten, noch viel höhere Geldforderungen und sind daher zahlungsunfähig. Ein paar von uns werden diese Kosten jedoch abbezahlen.

Kannst du uns dabei unterstützen, die Kosten dieses Protests für unser aller Überleben zu tragen?

Organisator

Jana Mestmäcker
Organisator
Hamburg, Hamburg
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