Hey!
Ich bin Marie, im September 2003 als Wunschkind zur Welt gekommen und habe meine Mama durch einen Freitod verloren.
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Das Leben von uns wurde nach mehreren glücklichen normalen Jahren irgendwann zu einem negativen Domino, dessen Bausteine sich nach und nach nicht mehr aufstellen ließen.
Ich war gerade einmal 12 Jahre alt, da wurde meine Mama mit Krebs diagnostiziert und ich bangte das erste Mal um ihr Leben - diesen besiegte sie aber mit unbeschreiblicher Stärke.
Die Langzeitnebenwirkungen der Chemotherapie, der Bestrahlung sowie kleiner Komplikationen rissen sie u. a. aus dem Berufsleben.
Als ich 16/17 Jahre alt war, erkrankte meine Mutter dann an einer sehr schwerwiegenden psychischen bipolaren Störung.
Ihr soziales Umfeld sowie Therapeuten versuchten sie immer wieder aufzufangen, jedoch letztendlich vergebens.
Die Dunkelheit der Krankheit hat ihr nach mehreren Jahren Kampf den Lebenswillen genommen und mir meine Mama.
Sie war eine sehr liebevolle, emphatische, aufopferungsvolle, nächstenliebende und starke Person.
Jetzt bin ich 21 Jahre alt geworden: habe einen Monat später meine Mama verloren und wurde Bestattungspflichtig.
Ich befinde mich in Ausbildung zur Krankenschwester —derzeit nicht arbeitsfähig durch die Therapeutische Verarbeitung des Freitodes— und habe keine Rücklagen in dem Ausmaß, womit die verbundenen Kosten für einen würdevollen Abschied von ihr für mich nicht tragbar wären.
Ich bedanke mich von Herzen bei jedem einzelnen fürs Lesen, Weiterleiten und/oder Spenden!

