Für das Recht eine Kundin zu sein

Sprache schafft Realität. Sprache kann ausschließen, aufwiegeln, abwerten oder verletzen. Sprache wandelt sich und sagt immer auch etwas über das Leben im heute aus. Damit spiegelt Sprache unsere Gesellschaft und kann gesellschaftliche Veränderung bewirken. Bei der Sparkasse gibt es jedoch weiterhin nur Kunden, Kontoinhaber und Sparer auf den Formularen. Wie in einem Land vor unserer Zeit.

Deshalb habe ich mich entschieden, vor dem Bundesverfassungsgericht für die weibliche Sprachform als Schlüssel zur Gleichberechtigung zu klagen. Um diesen wichtigen Gerichtsprozess gegen die Sparkassen zu stemmen, bin ich auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Wenn Sie mir helfen wollen, dann spenden Sie jetzt.

*** Das Geld wird eingesetzt für die Anwaltskosten und weitere formelle Kosten einer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht. Je nach Entscheidung bin ich bereit, durch alle Instanzen - ggf. auch zum Europäischen Gerichtshof - zu gehen. Sollte mehr Geld als benötigt zusammenkommen, suche ich mit Ihnen gemeinsam Frauenprojekte aus, die der Unterstützung bedürfen. ***

Mein Name ist Marlies Krämer. Ich bin 80 Jahre alt, Feministin und setze mich seit Jahrzehnten für eine faire - auch sprachlich gerechte - Gesellschaft ein. Frauen kommen in der deutschen Muttersprache immer noch so gut wie nicht vor, als gäbe es uns gar nicht. Ständig werden wir "geschlechtsumgewandelt" und zum “Mann” umfunktioniert. Dabei leisten wir Frauen die fundamentale (Familien-)Arbeit für Staat und Gesellschaft, zum Nulltarif ohne eigene Krankenkasse und ohne eigenen Rentenanspruch!


Gerade jetzt, wo Frauenrechte und vermeintliche Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung wieder auf dem Spiel stehen, müssen wir etwas tun. Das treibt mich zu der Klage, bei der Sie mich mit einer Spende unterstützen können.

Die Medien haben viel über meine Klage in vorherigen Instanzen berichtet. Erst Mitte März lehnte der Bundesgerichtshof (BGH) mein Anliegen ab. Der bundesweite vielfältige Zuspruch mit der Bitte, weiterzumachen, bestärkt mich darin, nun vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Indem ich weiter klage, sorgt dieses Thema auch künftig für Aufmerksamkeit und Debatten in der Öffentlichkeit.

Unsere Chancen stehen nicht schlecht. Der Spiegel schrieb: „Der BGH hat hier, um über die gesetzliche Vorschrift des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes hinwegzukommen, schlicht eine Wertung getroffen: Frauen haben nicht beleidigt zu sein, wenn sie als Mann angesprochen werden. Punkt. Das darf er als Revisionsgericht machen. Überzeugen lassen muss man sich davon nicht. Marlies Krämer will nun das Bundesverfassungsgericht anrufen. Zuständig dafür dürfte der Erste Senat sein. Dessen fünf Richter und drei Richterinnen haben unlängst entschieden, dass der Gesetzgeber neben dem männlichen und weiblichen sogar ein drittes, neutrales Geschlecht in Pässen und Geburtsurkunden vorsehen muss. Man darf gespannt sein, wie die Verfassungsrichter entscheiden. Gut möglich, dass sie am Ende doch Marlies Krämers Auffassung folgen.”

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, die Ihr bereit seid, gemeinsam mit mir für die Gleichberechtigung von Frauen in allen Lebensbereichen - auch für die gleichberechtigte Sprache - zu kämpfen: Ich danke schon jetzt allen für ihre Unterstützung.

Viele Grüße aus Sulzbach/Saar,
Ihre Marlies Krämer

PS: Ich werde Sie auf dem Laufenden halten, wie es in den nächsten Wochen weitergeht und wie wir das Geld für die Klage verwenden.

PPS: Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auch mit Ihren Bekannten, Ihrer Familie, Freundinnen und Freunden sowie auf der Arbeit über unsere Idee reden. Simone de Beauvoir sagt sinngemäß, Frauen die nichts fordern, kriegen auch nichts. Dazu sagt der Mann, Kurt Tucholsky: „Wer die Sprache beherrscht, beherrscht auch das Denken der Menschen.” Tragen wir alle zum gleichberechtigten Denken bei!

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Organizer 

Marlies Krämer 
Organizer
Sulzbach, Saarland, Deutschland
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