Ein Epilepsiehund nach Gehirntumor

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Ein Epilepsiehund nach Gehirntumor

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Mein Name ist Rebecca und dieses Jahr, werde ich 30 Jahre alt.

Mit 28, im April 2024, kam die Schockdiagnose "Gehirntumor im Temporallappen". Und so startet die wohl angsterfüllteste, aufregendste und beschissenste Reise meines Lebens.



Monatelange Kopfschmerzen, vorallem in der Nacht und in der Früh, Doppelbilder beim Blick nach rechts oben, haben mich nach nach ständigem Bitten meines Mannes, zum Neurologen verschlagen. Ein MRT wurde vom Neurologen verordnet und ein paar Tage später, lag ich schon in der Röhre. Ich werde NIE vergessen, wie es war, als mich der Radiologe aus der Röhre geholt hat, mich genau nach den Schmerzen und Symptomen gefragt hat und mir gesagt hat, dass er mir Kontrastmittel spritzen muss, weil er da was sieht. Die nächsten 2 Minuten im MRT, fühlten sich wie 2 Stunden an. Ich wollte schreien, ich wollte weinen und am liebsten alles kaputt schlagen, musste aber still liegen - welch eine Ironie :-). Diagnose "Enzephalitis DD. Low grade Gliom". Auf Rücksprache mit meinem Neurologen am Telefon, bin ich am nächsten Tag ins LKH Wr. Neustadt auf die Neurologie und wurde dort 12 Tage behandelt. Diverse Tests, MRTs, Untersuchungen, CTs wurden durchgeführt, meine Nerven lagen blank. Nach 12 Tagen noch immer keine sichere Diagnose, also Konsulation mit der Neurochirurgie und eine Biopsie im Mai 2024 wurde festgelegt.

In der Zeit zwischen Entlassung und OP, habe ich mich intensiv mit dem Thema Tod, Sterben, Behinderung auseinandergesetzt. Oft dachte ich mir, "jetzt wirst du nicht mal mehr 30, weil du immer Angst vorm älter werden hattest".. Nach der Biopsie stand fest, dass ich ein Gangliogliom im Temporallappen bis in die Hippocampus-Formation habe. Eine äußerst ungünstige Stelle wurde mir gesagt und so begann ich, Gespräche mit einigen Chirurgen zu führen, um den Besten für mich zu finden.

13.09.2024 - Freitag der 13., OP-Tag, kleine Info am Rande, an einem Freitag den 13. bin ich geboren, dieser Tag muss also Glück bringen. OP verlief gut, Tumor ist entfernt. Und so ging ich nachhause, mit dem Gedanken, Tumor ist also entfernt, sobald die Wunde geheilt ist, kann ich dann wieder wie vorher weiterleben. HAHA. Hast du gedacht, Rebecca.

Schleichend wurde mir bewusst, dass nichts mehr wie vorher ist. Anfangs habe ich viele Dinge noch ignoriert. Irgendwann ist das aber nicht mehr möglich.

Ich wache seit Tag X täglich mit Schmerzen auf. Schmerzen auf der rechten Schädelseite, der Stirn, am Auge, der Schläfe, bis zur Wange ziehend. Ich habe Schlafstörungen. Gehe laufend in Therapie, wegen einer PTBS, Anpassungsstörung, Burn-Out. Mein Gehirn löst permanenten Blasendrang aus, obwohl ich nicht auf die Toilette muss. Einen Tremor in der rechten Hand. Mir fehlt die Empathie, im Sinne von, dass ich mir schwer tue Grenzen zu wahren/zu erkennen. Beispiel dafür, ich rede permanent mit Fremden Menschen, mit allen, mir fehlt die Intuition, die mir sagt, dass das vielleicht beim Ein oder Anderen keine gute Idee ist. Und zu guter Letzt bin ich Epileptikerin. Das ist wohl das schlimmste für mich. Ich bin gefangen. Gefangen in einem Käfig. Ich soll nichts mehr alleine machen, weil ich leider bereits auf das 4. Medikament nicht anspreche und die Gefahr eines Anfalls immer gegeben ist. Ich habe sowohl tonische Anfälle, also Versteifungen im ganzen Körper, als auch Absencen, Bewusstseinsveränderungen, die mich nicht mehr auf meinen Körper zugreifen lassen. Daher ist die Gefahr zu groß, dass ich beispielsweise beim Laufen, einfach weiterlaufe, obwohl ein Auto kommt. Ich darf nichts mehr alleine machen. Gefangen. Nicht alleine Spazieren, nicht alleine ins Schwimmbad, nicht mehr Autofahren, eigentlich nicht alleine zu meinen Arztterminen. Nach diesem ganzen Weg, noch immer nicht gesund. Eine Krankheit, die mich immer begleiten wird und die meine psychischen Erkrankungen, nicht gerade leichter macht. Und jetzt mal ehrlich, meine Familie arbeitet, es ist unmöglich überall jemand dabei zu haben. Jedesmal wenn ich U-Bahn fahre, habe ich Panik. Die Geräusche, Lichter, Gerüche triggern mich, seit meiner OP. Alles ist viel empfindlicher. Manchmal hab ich Heulattacken, weil ich so große Angst habe, einfach umzufallen, einen Anfall zu haben und dann frag ich mich, ist es mir lieber liegen gelassen zu werden? Ist es mir lieber nicht liegen gelassen zu werden? Will ich, dass die Leute mitbekommen, dass ich gerade einen Anfall habe? Wird man mich dann evtl. belästigen? Ausrauben? Diese Dinge gehen mir jedesmal durch den Kopf. Am nächsten Tag habe ich immer solchen Muskelkater, von der ganzen Anspannung..

Und dafür soll jetzt ein Assistenzhund her. Einer Epilepsie-Hund um genau zu sein. Einer der mich begleitet, bei mir bleibt, wenn ich einen Anfall habe, im besten Fall die Anfälle erkennt und mich vorwarnt. Mich schützt. Der auch meine PTBS und meine Ängste erleichtern soll. Mein Schatten. Durch den ich Dinge wieder alleine machen kann und darf. Er soll mir Sicherheit geben. Meine Freiheit zurückgeben.

Die Ausbildung dieser Hunde ist SEHR teuer. Special Friends, Assistenzhunde, in Oberösterreich, züchtet Mini Aussies und bildet sie dann auch gleich aus. Die Kosten belaufen sich auf 28000 €. Hört sich viel an, aber für dieses Wesen, ist es das allemal wert. Und dafür brauche ich jetzt dich. Der nächste Wurf kommt zwischen November 2025 und Februar 2026. Ein Hund ist für mich vorgesehen, egal welcher. Er soll zu mir passen und muss auch die Gesundheitschecks bestehen. Wenn der Ausgewählte diesen Check nicht besteht, rutscht der nächste nach. Bitte hilf mir dabei, meinem Wunsch von einem Assistenzhund näher zu kommen. Jeder Cent hilft mir.


VON HERZEN DANKE, DU WUNDERBARE SEELE - ich schicke dir LICHT UND LIEBE.

Deine Rebecca

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Rebecca Hohl-Holzweber
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