Assistenzhund für Sam - Service dog for Sam

German:  (English version down below)

Assistenzhund für Sam


Ich bin Sam und auf dem Foto seht ihr meinen jetzigen Assistenzhund Yoshi. Natürlich wird Yoshi seinen Job nichts bis zum Lebensende ausführen können und das soll er auch gar nicht. Ich möchte ihm eine schöne Rente gewährleisten, weshalb er einen Nachfolger braucht, der mir weiterhin durch den Alltag hilft.
 
Meine Diagnosen sind
  • rezidivierende depressive Störung
  • Essstörung
  • Zwangsgedanken und -handlungen
  • Angststörung
  • PTBS
  • Verdacht auf Autismus-Spektrum-Störung
  • Herzrhythmusstörung
  • Sinustachykardie
  • chronische Bronchitis
 
Das Ganze äußert sich unter anderem durch Dinge wie:
 
  • Erschöpfung & extreme Müdigkeit (teilweise Einschlafen in sitzenden oder anderen unbequemen Positionen) & Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • körperliche Schmerzen & Symptome (Tinitus, Schwindel, verschwommenes Sehen, Tunnelblick, weiche Knie, Herzrasen, Schwächegefühle, Schmerzen im ganzen Körper, etc.)
  • Dissoziationen
  • Erinnerungslücken
  • Flashbacks
  • Panik- und Angstattacken
  • Stimmungsschwankungen
  • Hypervigilanz, ständige Wachsamkeit (aus Angst vor dem „Säbelzahntiger“), alle Sinne immer auf „Empfang“
  • Essattacken, gefolgt von striktem „Diät“-Plan/Essensverbot & exzessivem Sport
  • selektiver Mutismus in bestimmten Situationen
  • kein Reiz-Filter, sensorische Überempfindlichkeit gegen gewisse Geräusche/Stoffe/Nahrungsmittel (z.B. Apfelmus wegen der Konsistenz, Geschirrklappern, extreme Helligkeit, Wärme/Hitze, etc.)
  • Probleme, Menschen zu lesen & einzuschätzen
  • Albträume & wirre Träume
  • Schlafstörungen/Probleme durchzuschlafen
  • (innere) Unruhe
  • Sleep Paralysis
  • schnelle Überforderung (z.B. bei Formularen/Anträgen, Haushalt, Finanziellen Angelegenheiten, etc. sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, etc.)
  • destruktive Gedanken sowie selbstverletzendes Verhalten & Suizidgedanken
  • Gedankenkreisel
  • sehr extremes „Masking“ und Verstecken von Symptomen, um nicht aufzufallen und „normal“ zu wirken, unter Verwendung großer Energiereserven
  • Angst vor unbekannten Orten/Situationen und allgemein vor Unbekanntem
  • Höhenangst
  • Probleme, „nein“ zu sagen
  • Probleme, sich durchzusetzen
  • Probleme, anderen zu vertrauen
  • Probleme, um Hilfe zu bitten
  • Probleme, Kontakte zu knüpfen & zu halten und Unsicherheit im Umgang mit Menschen
  • Probleme, Gesichter (wieder) zu erkennen/zu beschreiben
  • Probleme, anderen in die Augen zu schauen
  • Probleme, Gefühle zu erkennen und zu benennen
  • Probleme mit Nähe/Berührung
  • Probleme mit Veränderungen/spontanen Änderungen
  • Probleme mit Leistungsdruck und Zeitdruck
  • etc.
 
Ausgelöst wurden die Erkrankungen vermutlich durch verschiedene Traumata in der Kindheit und Jugend (Gewalterfahrungen, Missbrauch).
 
Ein Assistenzhund ermöglicht es mir, am Alltag teilzuhaben. Durch ihn schaffe ich es, das Haus zu verlassen und alltägliche Dinge zu erledigen wie Arztbesuche, Einkäufe und Behördengänge.

Durch meine Erkrankungen bin ich arbeitsunfähig und erhalte seit 2017 volle Erwerbsminderungsrente.
Selbstverständlich befinde ich mich in regelmäßiger therapeutischer und psychiatrischer Behandlung. 
 
Was sind Assistenzhunde?
 
Assistenzhunde sind speziell ausgebildete Hunde, die ihrem Halter eine normale Teilhabe am Alltagsleben ermöglichen. Sie sind Hilfsmittel wie beispielsweise eine Brille oder ein Rollstuhl.
Es gibt drei Kategorien:
 
  • Führhunde, z.B. Blindenführhunde
  • Servicehunde, z.B. Rollstuhlbegleithunde
  • Signalhunde, z.B. für Diabetes, Epilepsie, Autismus, psychische Erkrankungen, etc.
 
Assistenzhunde sind keine Therapiehunde. Therapiehunde werden beispielsweise in der Ergotherapie eingesetzt oder auch im Hospiz, Kindergarten, Seniorenheim, etc. Sie leben bei ihrem Besitzer als Haustiere und arbeiten in diesen Einrichtungen für viele verschiedene Menschen. Der Assistenzhund ist kein Haustier, sondern ein Hilfsmittel und hilft seinem Halter.
 
Assistenzhunde dürfen beispielsweise mit in Arztpraxen, Krankenhäuser, Lebensmittelgeschäfte, Restaurants und öffentliche Gebäude genommen werden, auch dort, wo Familienhunde keinen Zutritt haben.
Assistenzhunde sind von der Leinen- und Maulkorbpflicht befreit.
Assistenzhunde dürfen kostenfrei mit Taxis und öffentlichen Verkehrsmitteln fahren bzw. mit dem Flugzeug fliegen. Während eines Fluges ist der Hund bei seinem Menschen in der Kabine.

Leider werden die Kosten für einen Assistenzhund nicht übernommen.

 
Welche Aufgaben hat mein Assistenzhund?
 
Die Aufgaben eines Assistenzhundes sind je nach Aufgabenbereich und Erkrankung des Halters sehr unterschiedlich. In meinem Fall hat der Hund folgende Aufgaben:
 
  • Apportieren (Telefon, Wasserflasche, Medikamente, etc.)
  • Licht an- und ausschalten (z.B. nach Albträumen oder nächtlichen Panikattacken)
  • Anzeigen & Unterbrechen von Panikattacken, Dissoziationen, Selbstschädigung, Flashbacks, etc.
  • Trösten nach Dissoziationen, Panikattacken, Selbstschädigung, Flashbacks, etc.
  • Distanz schaffen und nach vorne/hinten absichern
  • aus Albträumen wecken
  • nach Hause/zum Ausgang (z.B. in Geschäften) führen
  • an einen ruhigen/sicheren Ort oder zu einer Sitzgelegenheit führen
  • Straßen anzeigen
  • an den Rand einer Menschenmenge führen
  • an Medikamente erinnern
  • Medikamente und/oder Notfalltasche bringen
  • Räume nach Menschen absuchen und gegebenenfalls anzeigen/Realitätscheck
  • Sicherheit geben/beruhigen
  • Deep Pressure Therapy
  • Anzeigen, Unterstützung und Hilfe vor/während/nach Synkopen
  • Begleitung durch den Alltag (Einkaufen, Arzttermine, Krankenhaus, Therapiesitzungen, Behördengänge, etc.)
  • Hilfe holen/Notfallknopf betätigen
  • u.v.m.
 
 
 
Ausbildung & Prüfung
 
Die Ausbildung umfasst neben den Grundlagen die individuellen Assistenzleistungen. Eine Gesundheitsprüfung erfolgt ebenfalls, um sicherzustellen, dass der Hund gesundheitlich fit und in der Lage ist, diese Arbeit zu leisten.
Die Prüfung legt großen Wert auf positives & gewaltfreies Training und eine gute Zusammenarbeit von Mensch und Hund mit Achtsamkeit und Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des Tieren (ausreichende Pausen, etc.). Edin Theorieteil stellt das Wissen des Menschen sicher.
 
Einige Ausbildungsinhalte sind beispielsweise:
  • Umweltsicherheit
  • Verhalten auf verschiedenen Untergründen
  • Verhalten bei Drehtüren, Fahrstühlen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Auto
  • Verhalten gegenüber Hunden, Menschen & anderen Tieren
  • Reaktion auf verschiedenen Bewegungsmuster von Menschen / dem Hundehalter
  • Leinenführigkeit & Freifolge
  • Absetzen, Ablegen, Herankommen
  • Ablegen unter Ablenkung in Gebäuden (z.B. Geschäften)
  • Freilauf & Abruf aus dem Freilauf mit Ablenkung
  • individuelle Assistenzleistungen
  • etc.
 
Genaue und vollständige Informationen zu Ausbildungsinhalten & Prüfung des Hundes gibt es hier:
 
Die Ausbildung meines neuen Assistenzhundes erfolgt durch einen positiv und gewaltfrei arbeitenden Trainer, der schon mehrere Teams erfolgreich durch die Prüfung begleitet hat.
 

Mehr über Yoshi und mich gibt es auch auf Facebook und Instagram:
Assistenzhund Yoshi auf Instagram 
Assistenzhund Yoshi auf Facebook 


 
Vielen Dank für Ihr/Euer Interesse!
 
Sam



------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

English:


Service dog for Sam

My name is Sam and on the photo you can see my current service dog Yoshi.  Since Yoshi will be retiring soon, I need a new service dog to take over his job.

I was diagnosed with depression, PTSD, eating disorder, anxiety, OCD, chronic bronchitis, arrhythmia and I might also be on the autism spectrum (diagnostics are still ongoing for this one).

My symptoms include dissociation, fatigue, flashbacks, anxiety and panic attacks, nightmares, memory loss, problems to concentrate, hypervigilance, sleep paralysis, pain and many more.

I see  a therapist and a psychiatrist on a regular basis.

A service dog helps me to live a normal life and to do things independently, like going to the doctor's, going grocery shopping and the like. 
Service dogs accompany their handler everywhere, even to places where "normal" dogs cannot go, like a supermarket or a hospital. 

Unfortunately health insurance here won't pay for service dogs, so the handler has to pay the training and also the final assessment on their own.
I have been retired for medical reasons since 2017, so paying for this on my own is impossible. 

Service dogs are important to their handler to give them independence despite their health problems.

My dogs tasks are for example to detect and interrupt dissociation, panic attacks and flashbacks and to wake me from nightmares. He can turn on the light, do deep pressure therapy, take me home, to an exit or a quiet place or a place to sit and get help in emergencies.

The training includes basics and of course the individual tasks the handler needs. Also there is a thorough health check to make sure the dog is healthy and fit enough for this kind of job. At the end there is a final exam and assessment of the human-dog-team, to make sure they work positively and without any kind of force and dog and handler know all the necessary signals and behaviours. 
 
My current service dog and I are also on Instagram and Facebook:
Assistenzhund Yoshi on Instagram  
Assistenzhund Yoshi on Facebook 
 
Thank you for your help!
 
Sam

Donations

  • Anonymous 
    • 5 € 
    • 1 mo
  • Anonymous 
    • 100 € 
    • 1 mo
  • Tanja Kuhn 
    • 15 € 
    • 1 mo
  • Marina Felkel 
    • 8 € 
    • 1 mo
  • Anonymous 
    • 5 € 
    • 1 mo
See all

Organizer

Sam Lippold 
Organizer
Gross-Umstadt
  • #1 fundraising platform

    More people start fundraisers on GoFundMe than on any other platform. Learn more

  • GoFundMe Guarantee

    In the rare case something isn’t right, we will work with you to determine if misuse occurred. Learn more

  • Expert advice, 24/7

    Contact us with your questions and we’ll answer, day or night. Learn more