Gift und Wahrheit

Der Dokumentarfilm „Gift und Wahrheit“ handelt von unerschrockenen Pestizidkritikern, deren Kritik der Agrarindustrie so gefährlich wird, dass diese Industrie mit aller Gewalt zurückschlägt. Mit allen legalen – und in manchen Fällen auch illegalen – Mitteln sollten kritische Stimmen zum Schweigen gebracht werden. Mit Fake-News und Rufmord in den Medien, mit Strafanzeigen und Gerichtsprozessen, mit Morddrohungen und – in manchen Ländern – auch Mord. Alle Betroffenen zahlen einen hohen Preis für ihr Engagement.

Doch einigen gelingt es die Unterstützung der Öffentlichkeit zu gewinnen, um die Agrarindustrie in die Schranken zu weisen. Und wo das gelingt, erreicht die Agrarindustrie ihre Ziele nicht: Nämlich die Vernichtung ihrer Gegner und die Einschüchterung der Bevölkerung. Das Gegenteil geschieht: Kritische Stimmen werden verstärkt und die kritische Öffentlichkeit wächst.

Hier eine (vorläufige) Liste von Personen, deren Geschichte wir erzählen wollen:

Valerie Murat hat eine Studie über Giftrückstände in Bordeaux-Weinen erstellen lassen, da ihr Vater, der selbst Weinbauer war, aufgrund des hohen Pestizideinsatzes in der Region erkrankte und verstarb. Valerie Murat wurde dafür von der Agrarlobby verklagt und muss nun 125.000 Euro Schadenersatz zahlen. (Damit ihr überhaupt das Recht eingeräumt wird gegen dieses Urteil in Berufung zu gehen!)

Uli Veith, damals Bürgermeister von Mals in Südtirol, befragte die Einwohner seiner Gemeinde, ob sie Pestizide und Apfelmonokulturen auf dem Gemeindegebiet wollen. 76 % wollten das nicht. Der Bürgermeister erließ ein Pestizidverbot und wurde dafür vor Gericht gezerrt. Die Gemeinde Mals ebenso. Das Pestizidverbot wurde aufgehoben. (Bis zur Klärung durch das Höchstgericht in Rom.)

Karl Bär vom Umweltinstitut München unterstützte die Gemeinde Mals mit einer Plakataktion in München und durch Pestizid-Rückstandsmessungen in Südtirol. Er muss sich dafür in einem langwierigen Gerichtsprozess in Bozen verantworten.

Alexander Schiebel, Autor und Filmemacher, sorgte – durch Buch und Kinofilm über „Das Wunder von Mals“ – für öffentliche Aufmerksamkeit und geriet so ebenfalls in die Schusslinie der Agrarlobby. Zusammen mit Karl Bär wurde er wegen Diffamierung vor Gericht gezerrt und mit Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe bedroht.

Noch extremere Formen nimmt die Gewalt gegen Pestizidkritiker in Lateinamerika an.

Larissa Bombardi, Universitätsprofessorin in São Paulo, erstellte eine Landkarte des Gifteinsatzes in Brasilien und eine zweite Landkarte mit der Häufigkeit bestimmter Erkrankungen. Sie legte diese beiden Karten übereinander und führte so den Nachweis, dass die ausgebrachten Pestizide tatsächlich die Ursache jener Krankheiten waren. Danach fürchtete sie um ihr Leben und floh mit ihren Kindern aus Brasilien ins belgische Exil. In Brasilien nämlich wurden in den letzten 10 Jahren zahlreiche Kritiker der extremen Landwirtschaft getötet.

Manchmal genügt es jedoch bereits, wenn ein Pionier der Agrarwende lediglich andere Wege beschreitet, um ins Fadenkreuz der bäuerlichen Gewalt zu geraten.

Tristan Arlaud ging von Paris nach Südfrankreich und baute dort biologisches Gemüse an und einen sehr erfolgreichen Direktvertrieb dafür auf. Bis eines Nachts seine Nachbarn seine Felder mit Glyphosat besprühten. Tristan Arlaud, der davon nichts wissen konnte, zog sich am Folgetag schwere Vergiftung zu und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Seine Felder waren zerstört.

Fast immer ist diese Gewalt gegen Pioniere und Kritiker von medialer Gewalt begleitet. Manchmal von bezahlten Kampagnen, manchmal von Hetzkampagnen in jenen Medien, die die Wünsche der Agrarlobby im vorauseilenden Gehorsam erfüllen:

Die Initiatoren der Volksabstimmung für eine Schweiz ohne chemische-synthetische Pestizide hatten die längste Zeit in den Umfragen eine Mehrheit der Bevölkerung hinter ihrem Anliegen versammelt. Bis eine aggressive Kampagne der Argarlobby diesen Trend umkehrte. Die Begleitmusik zu dieser Kampagne bestand in Morddrohungen, so dass manche Protagonisten der Volksabstimmung unter Polizeischutz gestellt wurden und sich aus der Kampagne zurückzogen, um sich selbst und ihre Familien aus der Schusslinie zu nehmen.

Nach dem ich euch in meinem letzten Kinofilm „Das Wunder von Mals“ in ein kleines rebellisches Dorf in Südtirol entführte, führe ich euch nun in „Gift und Wahrheit“ in ein globales Dorf, dessen Einwohner der Pestizidwirtschaft Widerstand leisten. Wir lernen mutige Menschen kennen, die einer übermächtigen Lobby trotzen und denen es gelingt dabei nicht zu verzweifeln und niemals aufzugeben!

Doch die Produktion eines solchen Kinofilms ist ein langwieriges und aufwendiges Unternehmen. Daher bitten wir euch, die Dreharbeiten für diesen Kinofilm jetzt zu unterstützen. 

BUDGET, FINANZIERUNG, PRODUKTION
 
Wir drehen mit kleinem Team: 1x Ton, 1x Kamera, 1x Regie. Für Honorare, Reisekosten, Unterbringung und Verpflegung, sowie für Equipment kalkulieren wir € 1.800 pro Drehtag. Wir wollen 30 Drehtage finanzieren. Gesamt: € 54.000. Dazu müssen wir das Budget für die Postproduktion (dieser 30 Drehtage) aufbringen! Also das Budget für Schnitt, Ton, Farbkorrektur und Musik. Gesamt: € 40.500. Zusammen € 94.500.

Bereits am 28. Mai, zum Prozessauftakt gegen mich, haben wir zwei Tage lang in Bozen gedreht. (Und davor zwei Tage lang in Mals und einige Tage in der Schweiz.) Unser Material teilen wir, so wie auch schon beim "Wunder von Mals", in der Form von kurzen Filmen (vorab) über Soziale Medien und auf unserer Website.
 
WARUM CROWDFUNDING
 
Weil wir heiße Eisen nur anfassen können, wenn wir inhaltlich völlig unabhängig bleiben. Und - weil wir die Rechte an dem gedrehten Material nicht an TV-Stationen verkaufen wollen, sondern für unsere Kinoversion behalten.
 
WARUM DIESER FILM SO WICHTIG IST

Weil es ein Film ist ...
·      über eines unserer größten Probleme (intensive Landwirtschaft mit hohem Pestizideinsatz)
·      über einen unserer wichtigsten Kämpfe (gegen Lobbies die uns mundtot machen wollen)
·      über eines unserer mächtigsten Werkzeuge (Vernetzung und Solidarität)

Es kommt, wie immer beim Crowdfunding, auf jeden einzelnen Beitrag an. Groß und weniger groß.

Hilf uns diesen Kinofilm zu realisieren.

WAS DU IM GEGENZUG VON UNS BEKOMMST ...

Nach Fertigstellung des Films erhältst du - noch vor der Premiere - den Link zur Streaming-Version des Kinofilms in 4k!
Und wenn unser Film dann im Kino laufen wird, erhältst du zwei Freikarten für ein Kino in deiner Nähe!


© Foto: Jörg Farys - Die Projektoren
  • Anonymous 
    • €30 
    • 8 d
  • Angelika Schlüter 
    • €200 
    • 11 d
  • Bernd Pichler 
    • €50 
    • 15 d
  • Harald Dost 
    • €50 
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  • Grit Bellmann 
    • €20 
    • 19 d
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Organizer

Alexander Schiebel 
Organizer
Avignon
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